Wohngemeinschaft Todenbüttel

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Konzept

für die Wohngemeinschaft Todenbüttel
Hauptstraße 17, 24819 Todenbüttel
0 48 74 – 90 00 62


Inhalt

Wohngemeinschaft Todenbüttel
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Zur Geschichte
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Leben in der Wohngemeinschaft
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Wohnform
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Ziel
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Medizinische Versorgung




Wohngemeinschaft Todenbüttel

Für etliche junge Menschen mit Behinderung fehlt es an integrativem Wohn- und Lebensraum…



Zur Geschichte

Am 15. Mai haben wir, Frank und Marlis Oberschilp, nach langer engagierter Vorarbeit die „Wohngemeinschaft Todenbüttel“ eröffnet. Durch langjährige Arbeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) und durch die Mitarbeit in einem Freizeitclub , konnten wir viele Kontakte zu Eltern knüpfen, die immer wieder erzählten, dass es für ihre behinderten Kinder keine Möglichkeit der Heimunterbringung gäbe, weil entweder die Warteliste lang oder das Heim zu groß sei und die Eltern für ihre Kinder eine kleine, überschaubare Einrichtung suchen würden, in der diese individueller betreut werden können.



Leben in der Wohngemeinschaft

Aus Liebe und Verantwortung gegenüber den jungen Erwachsenen haben wir eine Einrichtung geschaffen, die ihnen ein erfülltes und sinnvolles Leben in unserer Gesellschaft ermöglicht. Es gehört sicherlich zur Normalität, dass Kinder, wenn sie ins Erwachsenenalter kommen, „aus dem Elternhaus gehen“. Diese Normalität muss auch für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung möglich sein. Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch mit Behinderung das Recht haben muss, seine individuelle Lebens- und Wohnform zu suchen und zu finden, so wie es in unserer Gesellschaft auch jedem anderen freigestellt ist, einen seiner speziellen Behinderung entsprechenden Wohnraum zu wählen.

In unserer Arbeit konnten wir auch immer wieder feststellen, dass einige Menschen große Menschenmengen nicht ertragen, dass sie individuelle Ansprachen, Ruhe und viel Geduld benötigen und dass Bezugspersonenwechsel oft schädlich für die Entwicklung des Einzelnen ist.
Darüber hinaus soll durch einen Verselbständigungsprozess die Möglichkeit zur Rehabilitation in die Gesellschaft geschaffen werden. Die Möglichkeit nach diesem Prozess in einer Wohngruppe oder Außenwohnung zu leben, soll nicht ausgeschlossen werden. In unserer Wohngemeinschaft sollen Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung

• leben
• wohnen
• individuell Freizeit gestalten
• am gesellschaftlichen Leben teilnehmen
• ihre Kreativität fördern
• ihren Urlaub planen und gestalten



Wohnform

Das Wohn- und Freizeitangebot ist für 8 Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung geschaffen worden, die mit zwei in der Einrichtung lebenden Betreuern wohnen. Bewusst haben wir uns für den Aufbau einer kleinen, überschaubaren Einrichtung eingesetzt, die einerseits für die Direktbeteiligten handhabbar, andererseits auch für das soziale Umfeld unter dem Gesichtspunkt der Integration tragbar ist; für uns die ideale Heimunterbringung.

Lage und Gebäude
Die Einrichtung befindet sich in Todenbüttel. Es handelt sich um ein Dorf mit ca. 1.100 Einwohnern, mitten im Städtedreieck Neumünster, Itzehoe und Rendsburg. Jede der drei Städte liegt ca. 25 Kilometer entfernt.
Das Haus mit einer Wohnfläche von 360 qm, ist das Haupthaus auf einem ehemaligen Bauernhof. Im Erdgeschoss befinden sich weitläufige Wohnräume, 3 rollstuhlgerechte Zimmer, eine große Küche mit Wirtschaftsraum, sowie Sanitärräume, die nach pflegerischen Bedürfnissen ausgestattet sind. Im Obergeschoss befinden sich weitere 5 Zimmer, als auch sanitäre Einrichtungen. Hier liegt außerdem der Wohnraum des Betreuerehepaares. Ferner gehört eine nach Süden angeordnete Terrasse zum Haus. Es gibt ausreichend Platz mit Grünflächen und Garten. Ebenfalls sind Parkplätze vorhanden.

Einrichtung
Die Betreuten wohnten bis zu ihrem Einzug bei ihren Eltern. Sie wurden in und von der Familie betreut. Sie lebten in einem kleinen und beschützten Rahmen, in dem kein ständiger Bezugspersonenwechsel stattfand.
In unserer gewählten Wohnform wird auch weiterhin die familiäre Situation gewährleistet. Die Bewohnerzahl ist ähnlich einer Großfamilie, die Mahlzeiten werden gemeinsam eingenommen, das Gebäude ist überschaubar.
Jeder Mitbewohner hat sein eigenes Zimmer, das er individuell nach seinem Geschmack und seinen Bedürfnissen einrichten kann.
Die Bewohner gehen tagsüber weiterhin ihrer Arbeit in den Werkstätten für Behinderte Menschen nach. Im Krankheitsfall, nach Feierabend, an den Wochenenden oder im Erholungsurlaub ist die Betreuung immer gewährleistet.



Ziel

Behinderte Menschen sollten die Möglichkeit erhalten, ein selbständiges Leben zu führen. Ihren jeweiligen Fähigkeiten entsprechend gehört z.B. dazu

• die Beteiligung an der Zubereitung der Mahlzeiten
• die Pflege des Haushaltes und der Bekleidung
• das Einkaufen von Bekleidung und Lebensmitteln
• die Planung im Umgang mit Geld
• die Freizeitgestaltung
• die Erfahrung von Verantwortlichkeit für seine Mitbewohner und ihm anvertraute Tiere
• die Arbeit in der Werkstatt für behinderte Menschen

Wichtiges Ziel unserer pädagogischen Arbeit, Menschen mit Behinderung durch Training im lebenspraktischen Bereich zur größtmöglichen Selbständigkeit zu führen.



Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung wird im Rahmen der kassenärztlichen Bestimmungen unter Hinzuziehung von Fachärzten gewährleistet. Es besteht freie Arztwahl.